Ein spannender Abenteuerroman für Kinder ab 9 Jahren.




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Klappentext: Eigentlich wollte Emmy in diesen Ferien mit Tante Martha an die Ostsee fahren, aber alles kam anders. Zuerst wurde das Auto gestohlen und kurz danach entdeckte Emmy in einer Schublade einen Skarabäus. Und weil es für die Tante keine Zufälle gibt und manche Ereignisse ein Wink des Himmels sind stand für Tante Martha fest: "Wir fliegen nach Ägypten." Nach Luxor, wo das geheimnisvolle Tal der Könige liegt. Emmy lernt den Ägyptologen Henry kennen und erfährt bemerkenswerte Dinge über das Land der Pharaonen. Aber so richtig spannend wird der Urlaub erst, als sie Said, einen kleinen Ägypterjungen und Linus aus Deutschland kennenlernt. Gemeinsam entdecken sie im Haus von Onkel Mansur einen unterirdischen Gang. Als die drei der Sache auf die Spur kommen geraten sie unweigerlich in Gefahr....

Diese Geschichte spielt an Originalschauplätzen in Luxor und im "Deutschen Haus" auf der Westbank in El Qurna. Der packende Kinderkrimi fesselt nicht nur durch seine spannende Handlung, er verrät auch Wissenswertes über das geheimnisvolle Land am Nil.

Leseprobe "Eine Verfolgungsjagd"

Einige Meter weiter kauerte ein ägyptischer Junge mit zerrissenem Pullover und schmutzigen, schuhlosen Füßen in einer kleinen Häusernische und schaute sich um. Mit schnellen, wütenden Schritten eilte der Engländer die Gassen entlang. "Get away!", beschimpfte er einen Händler, der ihm mit Ledertaschen nachgerannt kam. Said wartete bis der Mann einige Meter an ihm vorbeigeeilt war, dann nahm er im Gewühl des abendlichen Basartreibens die Verfolgung auf. Gebührenden Abstand haltend konnte der Junge verhindern entdeckt zu werden. Schaute sich der Engländer um verschwand er geschickt hinter Tüchern oder bückte sich nach etwas scheinbar verlorenem.

Der nervöse, ärgerliche Mann im Anzug bog einige Male um die Ecke, immer weiter weg vom lärmenden Basar, in eine Gegend von Luxor, die wenig beleuchtet und recht düster war. Alte Lampen in trübem Licht säumten die Straße , auf der weder ein Auto noch eine Kutsche zu sehen waren. Der Engländer blieb vor einem alten, verfallenen Haus stehen. Durch die Fensterscheiben drang karges Licht auf die Straße. Er schob die schwere, hölzerne Eingangstüre auf und verschwand. Saids Herz schlug bis zum Hals, als er einige Minuten später im stockdunklen Treppenhaus die kalten Stufen hinauf huschte. Im ersten Stock war kein Laut zu hören, hier schien niemand zu wohnen. Von der zweiten Etage jedoch waren dumpfe Stimmen zu vernehmen. Dort schienen sich mehrere Männer aufzuhalten.

Leise und schleichend wie eine Wildkatze bewegte sich Said nach oben und legte sein Ohr an die Türe. Die Männer sprachen Englisch, doch soviel konnte der kleine Ägypter verstehen, hier ging es um Ware, echte Stücke, die bei Grabungen gefunden worden waren. Schätze, die aus dem Land geschmuggelt und teuer in Europa verkauft werden sollten. Ja und Mansur, so konnte Said hören, Mansur sei nicht mehr zu trauen. Wehe ihm, diesem Betrüger, wenn die besagten Stücke bis morgen nicht zur Stelle seien. "Betrüger!", dachte Said, "Das sagen ja die Richtigen." Und dann versuchte er durchs Schlüsselloch zu erkennen, was in der Wohnung los war. Auf einem Tisch befand sich ein Bündel Papiere und zwei leere Bierflaschen. Mehr lag nicht in seinem Blickfeld....